Das Aussterben der Klo-Aristokratie

Wer männlicher Schüler und Schlossbesitzer ist, kann sich am MPG in der Tat einzigartig fühlen.

Der Klo-Adel hat nämlich ein Problem: Immer mehr Klotüren-Schlösser wurden in den letzten Jahren verwahrlost aufgegeben und harren nun einer Restaurierung.

Es scheint, als mache den Herrschaften ein gewisses Nachwuchsproblem zu schaffen.

Doch weniger eine Verringerung der Geburtenrate selbst und eine daraus folgende geringere Nutzung der Schlösser, als vielmehr die augenscheinlich komplette Einstellung der Bautätigkeit durch die zuständige Behörde ist verantwortlich für den Bevölkerungsrückgang in der Klasse der Schlossbesitzer.

Man darf natürlich nicht vergessen, dass einige der ehemaligen Schlossbesitzer ihre Anwesen höchstselbst in einem Akt unschicklichen Vandalismus’ unbewohnbar machten.

Allerdings ist auch die missliche Lage der schlosslosen, verarmten Klonutzer zu bedenken.

Sie müssen nunmehr in einem nicht zumutbaren Spagat zwischen Kloschüssel und Türklinke ihr lebenswichtiges Geschäft verrichten, es sei denn, ihnen gelingt es, einen Platz im letzten mit einem Türschloss versehenen Anwesen zu erwerben.

Das besagte erste Schloss von rechts im rechten Toilettenflügel des Erdgeschosses hält unterdessen tapfer die Stellung als letzte Bastion der adeligen Klotüren-Schlossbesitzer.

Dieser mit Sicherheit ungemein aufrüttelnde Bericht über die Situation der Klo-Aristokratie bezieht sich wie oben bereits erwähnt nur auf die männlichen Adeligen, wie sich die Lage bei den durchlauchten Damen gestaltet, ist dem Verfasser leider unbekannt.

 

Philip Lambrix