Stefan Raab

Stefan Raab

 

Sicherlich ist er kein „normaler“ Musiker, wie die anderen Künstler in dieser Rubrik. Doch ist Musik nicht auch eine Kunst? Und Kunst hat wohl keine Grenzen, es gibt lediglich ein paar Schnittmengen und genau aus solch einer entspringt Stefan Raab.

Ursprünglich hatte er nämlich durchaus als Musiker angefangen: 1990 erschien sein erstes Album "The Best of Schäng and the Gäng" Vol. 3, drei Jahre später folgte dann "Get Ready". Richtige Alben folgten daraufhin allerdings nicht mehr, dafür aber umso mehr bekannte Singles, wie zum Beispiel im Jahr 1995 in Zusammenarbeit mit Jürgen Drews und Bürger Lars Dietrich "Ein Bett im Kornfeld". Im daraufhin folgenden Jahr brachte er dann "Hier kommt die Maus" heraus. Sein wohl größter und auch bekanntester Hit wurde schließlich im Jahr 1999 veröffentlicht, nämlich "Maschendrahtzaun". Im Millenniumjahr kamen dann seine beiden letzten bekannten Lieder heraus; "Wadde hadde dudde da?" und "Ho mir ma ne Flasche Bier", das in Anlehnung auf eine Äußerung des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder entstanden ist. In seiner Karriere als Musikinterpret waren also durchaus einige bekannte Songs dabei, wahrscheinlich nichts für den gehobenen Anspruch, aber das ein oder andere zum Schmunzeln.

Zwischendurch arbeitete er auch als Produzent, unter anderem sogar für Die Prinzen. Außerdem brachte er mehrere Künstler hervor; der wohl bekannteste und auch erfolgreichste ist Max Mutzke, der als Gewinner aus dem Casting-Wettbewerb SSDSGPS (Stefan sucht den Super-Grand-Prix-Star) hervorging. Seit 2005 veranstaltet er einmal jährlich den Bundesvision Song Contest, eine Nachahmung des Eurovision Song Contest. Es treten ausschließlich deutsche Bands dabei auf, die ihr Bundesland präsentieren. Die Punktevergabe erfolgt wie beim Vorbild.

Abgesehen von diesem zuletzt genannten Event hat sich Stefan Raab größtenteils aus dem Musikgeschäft mittlerweile zurückgezogen und arbeitet an anderen Projekten im Showbusiness weiter.

 

Robert Henzler