Die Bilanz ist phänomenal. Weit über eine Milliarde verkaufter Schallplatten, davon 71 in Gold, konnten für den one and lonely verzeichnet werden. Er gilt als der “King of Rock and Roll”, auch vom “Rockstar des 20. Jahrhunderts” wird des Öfteren gesprochen.
Und dass er auch bei anderen bedeutenden Prominenten auf außerordentliche Bewunderung stieß, muss hier wohl nicht extra erwähnt werden. Die Rede ist von Elvis Presley, der durch seinen bewundernswerten Lebenslauf und seine Karriere ein Stück Musikgeschichte schrieb.
Was hat es denn nun wirklich auf sich mit dem “Mythos Elvis” ?
Seine Todesumstände sind heftig umstritten.
Wir sind dem Geheimnis auf den Grund gegangen und haben versucht, Erklärungen und Theorien auf diese Frage zu finden.
„Für mich ist es, als wäre es erst gestern gewesen. Bernard Lansky, Besitzer eines Kleidungsfachgeschäftes in Downtown Memphis gerät heute noch ins Schwärmen, wenn er an seine Zeit mit Elvis denkt. Den damals noch unbekannten “King of Rock n‘ Roll” hatte es aus Interesse an der afroamerikanischen Kultur in diese Gegend verschlagen.
Wohl ein Grund dafür, weshalb Lansky ihm mit Freuden ein komplettes Out-
fit für einen Auftritt in New York schenkt und ihm wohlwollend einen schönen Tag wünscht.
Von da an gibt es kein Halten mehr: Lansky gewinnt einen neuen Stammkunden und Presley klettert die Karriereleiter kontinuierlich höher und höher.
Wir schreiben das Jahr 1953: „That‘s all right“. Unverkennbar dröhnt Elvis‘ Stimme aus nahezu jeder New Yorker Jukebox. Nach langem Hin und Her wird es Elvis Presley endlich möglich, eine eigene Platte zu produzieren, wobei er von „Sun Records“ mit immensen Summen bedacht wird, das Geschäft boomt. Längst erhält Presley schmeichelhafte Beinamen wie „King of Rock n‘ Roll“ und erlangt in den gesamten Vereinigten Staaten, später auch weit darüber hinaus, große Popularität und gewinnt Millionen Fans. Bis zu seinem Tod 1977 ist er „der“ Entertainer und Publikumsliebling schlechthin. Kaum zu glauben, dass der berühmte Musiker ein ziemlich schwieriges und außergewöhnliches Vorleben führte :
Am 8. Januar 1935 kommt Elvis Aron Presley in East Tupelo/Mississippi zu Welt, wo er in ärmlichen Verhältnissen aufwächst.
Seinem Vater, tätig als Baumwollpflücker, und seiner Mutter, Näherin von Beruf, ist es ein Schweres, den Lebensunterhalt für die Familie zu sichern. Grund genug, weshalb Presley besonders in seinen Jugendjahren dazu verpflichtet wird, im Haushalt selbst mit Hand anzulegen. Banaler Alltag eines wahren „Kings“? Wohl kaum. Lichtblicke gibt es dennoch: Bereits im zehnten Lebensjahr stellt sich heraus, dass Presley über ein ungewöhnliches musikalisches Talent verfügt, besonders als er bereits im zehnnten Lebensjahr in einem wichtigen Talentwettbewerb den zweiten Preis gewinnt.
Der ambitionierte, inzwischen Elfjährige erlernt ohne Anleitung Gitarre zu spielen.
1948: Ein neuer Lebensabschnitt im Leben des zukünftigen „King“ beginnt.
Nachdem die komplette Familie aus finanziellen Gründen in eine Sozialwohnung in Memphis umgezogen ist, besucht Presley die HumesHighschool in Memphis, wo er vier Jahre später erfolgreich seinen Schulabschluss absolviert. Dennoch muss er immer wieder zusätzliche Jobs annehmen, um den Lebensunterhalt für seine Familie sichern zu können. Doch ein wahrer König gibt niemals auf.
Noch in demselben Jahr lässt er beim „Memphis Recording Service“ eine eigene Platte produzieren, die er seiner Mutter widmen möchte.
Von da an ist er nicht mehr zu stoppen; bei „Sun Records“ kommen in den folgenden Jahren zahlreiche erfolgversprechende Titel heraus; Elvis erlangt zusehends an Popularität in Rundfunk und Fernsehen.
Scotty Moore und Bill Black – zwei berühmte Musiklegenden – laden Presley im Jahr 1954 zu einer Probesession ein, was sich später als eine überaus vorteilhafte Entscheidung herausstellen soll. Zusammen mit den beiden gibt Elvis 303 Konzerte und nimmt zahlreiche Demo-Platten auf. Zusammen mit den beiden begnadeten Musikern prägt Presley einen damals komplett neuen Stil des Rock n‘ Roll, bei dem durch Presleys Zutun auch eher unbewusst Elemente des Blues mit eingewoben werden. Zu erwähnen bleibt auch, dass Elvis durch seinen Musikstil des Rock n‘ Roll, der damals nur von Afroamerikanern aufgegriffen wurde, diese ebenfalls, im Süden der USA sogar politisch unterdrückte Schicht, anspricht und begeistert.
Zahlreiche Fachzeitschriften, darunter die bekannte „Variety“ äußern sich daraufhin sehr kritisch über die freizügigen und „schmutzigen“ Songtexte des Rock ‘n Roll und berufen sich dabei vor allem auf Presley. „Die Musikindustrie muss sich selbst zensieren“, heißt es vielfach.
Doch Presley lässt sich nicht unterkriegen. Wir schreiben inzwischen das Jahr 1958. Im Zenit seines Erfolgs tritt Presley den Wehrdienst an, kurz darauf stirbt seine Mutter. Er wirkt niedergeschlagen, depressiv, demotiviert. Normal für einen ..King“? Presley wird in Friedberg (Hessen) als Soldat stationiert. In Bad Nauheim zieht er mit seinem Vater, Großvater und Freunden aus Memphis in eine Wohnung, verbringt gut zwei Jahre in dieser Gegend.
Nachdem er wieder in seine Heimat zurückgekehrt ist, setzt sich der erfolgreiche Musiker sehr für wohltätige Zwecke ein. So kommt es, dass er beispielsweise im Jahr 1964 eine Luxusjacht kauft und diese einem Kinderkrankenhaus stiftet.
Sogar die Beatles sind von Elvis so begeistert, dass sie ihm in Memphis einen Besuch abstatten. Nach zahlreichen weiteren Auftritten, unzähligen Konzerten und Jahren des Erfolgs heiratet Presley Priscilla Banlieu, die er zuvor in Paris kennen gelernt hat. Bereits ein Jahr später kommt seine erste und einzige Tochter zur Welt, die er Lisa Marie nennt. Es folgen weitere Konzerte und öffentliche Auszeichnungen. In den nächsten Jahren wendet sich aber das Blatt:
Der König ist nicht standhaft genug! Zuerst erfolgt die Trennung von seiner Frau. Danach geht es mit ihm drastisch bergab. Elvis verfällt der Fresssucht, konsumiert Drogen. Die Krone des Königs beginnt ihre ersten Zacken zu verlieren. Drei Leibwächter des Musikstars halten das ganze Szenario zudem schriftlich fest, das später in einem Buch veröffentlicht wird.
Nun treten auch noch gesundheitliche Probleme auf, woraus die Absage vieler Konzerte resultiert. Vorsorglich lässt Presley sein Testament aufsetzen, nach dem sein komplettes finanzielles Erbe seiner Tochter zugute kommen soll. Am 26.Juli 1977 gibt er sein letztes Konzert, bevor er am 16.August desselben Jahres für immer die Augen schließt.
Florian Holländer
















