David Garrett 2

David Garrett

 

David Garrett ist in Aachen geboren. Seine Mutter ist eine amerikanische Primaballerina und sein Vater ein deutscher Anwalt und zunächst sein Geigenlehrer. Er bekam mit 4 Jahren schon seine erste Violine von da an fing seine bespiellose „Wunderkind-Karriere“ an, die ihn über alle wichtigen Städte für Musiker führte wie zum Beispiel Wien, London, Los Angelos, Paris und viele mehr. Mit 13 Jahren unterschrieb er schon einen Vertrag als Exklusivkünstler bei der DGG (Deutschen Grammophon). Mit 19 Jahren ging er dann an die Juilliard School of Music, als einer der ersten Studenten der Meisterklasse von Izthak Perlman. So hört sich sein Leben wunderbar an, doch für ihn war es nicht immer einfach, denn er ist steil aufgestiegen aber auch wieder hart gelandet. Als Kind wurde ihm immer gesagt, was er tun und machen sollte, er durfte nichts selbst entscheiden. Seine Eltern, die seine Manager waren, verfügten über sein Einkommen, was zu Geldproblemen führte. Da er ständig auf Tour war, hatte er nur Privatlehrer und lernte keinen sozialen Umgang mit Gleichaltrigen. Er selbst sagt, er war asozial. Als er volljährig wurde, riss er sich dann von seinen Eltern los, indem er sich ohne ihr Wissen an die Juilliard ging. Dort hielt er sich mit kleinen Jobs wie Barkeeper, Bibliothekar und auch als Model über Wasser. Die Stadt New York wählte er, weil er wusste, dass er dort den nötigen Abstand von seinen Eltern erhalten würde. Noch heute fliegt er deswegen gerne nach New York.

Die Erfahrungen beim Modeln halfen ihm dann auch bei seinem Comeback, da Stefan Raab ihn als den „bestaussehenden Geiger der Welt“ anmoderierte.

Heute ist er ein Ausnahmekünstler. Er gilt als einer der besten Violinisten seiner Generation, wenn nicht sogar der beste.

Das besondere an ihm ist aber nicht nur sein außergewöhnliches Talent, sondern auch seine Ausstrahlung. Seine Nähe zu der Jugend. Mit seinen langen Haaren und sehr modischen Auftreten würde man ihn eher im Genre des Rocks erwarten als in der klassischen Musik. Ihm ist es sehr wichtig, junge Menschen für die klassische Musik zu begeistern, was ihm auch sehr oft gelingt, und zwar mit Unterstützung der Erfahrungen als Model in New York.

Seine Konzerte haben etwas sehr Ungewöhnliches. Meistens spielt er in der ersten Hälfte Sonaten oder andere klassische Stücke in Begleitung mit dem Flügel, während er in der zweiten Hälfte dann mit Band (Gitarre, Schlagzeug, Keyboard/Piano) selbst komponierte Stücke spielt. Selbst Lieder wie „Nothing Else Matters“ von „Metallica“ tauchen auf. Dass er sehr außergewöhnlich und sehr gut ist, beweist, dass alle seine Konzerte sehr schnell ausverkauft sind.

 

 

Julia Hock