In seiner Anfangszeit bemalte der von der Techno- und Rave-Szene beeinflusste PopartKünstler mit Pinsel und Farbe Gebäude deutscher Großstädte und übertrat damit die Grenze zur Illegalität.
Heute ist er auch außerhalb Deutschlands bekannt für seine „Cheap-Art“.
Seiner Ansicht nach soll Kunst für jedermann erschwinglich und Teil des Alltagslebens sein, daher verkauft er seine Bilder oft zu sehr niedrigen Preisen oder verschenkt sie sogar. Dies ist nur durch seine hohe Produktivität möglich, die sich darin äußert, dass er nach eigenen Angaben durchschnittlich 4,37 Bilder pro Tag malt.
Jim Avignon, dessen bürgerlicher Name Christian Reisz lautet, wurde wahrscheinlich im Jahre 1967 geboren, doch sein Geburtsort und genauer Geburtstag sind nicht bekannt und seine eigenen Angaben darüber variieren.
Er begann seine offizielle Karriere als Maler Anfang der 90er Jahre, als er Bühnenbilder und Dekorationen für Rave-Veranstaltungen malte.
Das Lebensgefühl dieser Szene schlägt sich auch in seinen Bildern nieder: Die ständige Beschleunigung des modernen Lebens.
So zeigen seine Bilder in bunten Farben dessen negative Seiten, wie zum Beispiel die nicht funktionierende zwischenmenschliche Kommunikation, die heutige Konsumgesellschaft und die Beeinflussung des Menschen durch die Medien. Doch er kritisiert nicht nur die heutige Gesellschaft, sondern auch den Kunstbetrieb. So erregte er Aufsehen, als er für die Kunstausstellung Documenta X täglich ein neues Bild malte und dieses eigenhändig sofort wieder zerstörte.
Des Weiteren ist Jim Avignon dafür bekannt, dass er Bilder für Ausstellungen erst einige Tage oder Stunden vor dem Eröffnungstermin anfertigt, womit er schon einige Galeristen in die Verzweiflung trieb.
Doch er malt nicht nur flur Ausstellungen, sondern gestaltete unter anderem schon Swatch-Uhren, ein Flugzeug der DBA und Autos von Rover, illustrierte ein Kochbuch und malte zur Wiedereröffinungsfeier des Berliner Olympiastadions das größte Bild der Welt mit einer Fläche von 2800 Quadratmetern.
Neben seiner Tätigkeit als Maler veröffentlichte er schon mehrere Alben seiner Ein-Mann-Band „Neoangin“, deren musikalischer Stil sich dem Elektro-Pop zuordnen lässt. Mit „Neoangin“ trat er bereits eine Tour durch Clubs auf der ganzen Welt an, wo er sowohl Musik spielte als auch malte.
http://de.wikipedia.org/wiki/Jim_Avignon
Ellen Wiedemann
Copyright der Fotos bei Jim Avignon und Matthias Kehle (grünes Porträt)













