
Diese Frau galt nicht nur als die wohl wichtigste Figur in der Modegeschichte des 20. Jahrhunderts oder als Modeikone, die auch die Nachwelt mit ihren Kreationen entscheidend geprägt hat, sondern diese Frau war einfach ein Phänomen. Gabrielle Chasnel, wie ihr bürgerlicher Name lautete, wurde 1883 in Saumur im Westen Frankreichs geboren und lebte in bescheidenen Verhältnissen. Vor ihrem Erfolg musste sich die junge Dame sowohl als Näherin, ebenso als Verkäufern beweisen. Mit ihrem Einstieg als Sängerin (berühmteste Chansons waren „Qui qu´a vu Coco?“ und „Ko-ko-Ri-ko“) erhielt sie den Spitznamen Coco und somit kam auch ihre Karriere ins Rollen. Durch die Bekanntschaft mit dem Industriellensohn Etienne Balsan gelang ihr ein Aufstieg in die höhere Gesellschaft, der gleichzeitig ein sozialer Aufstieg für sie war. Durch die Eröffnung eines Hut-Ateliers 1910 und Salons, unter anderem in Paris und Biarritz, erschuf sie zw. 1011 und 1915 ein kleines Modeimperium. Coco Chanel zeichnete sich durch ihren „Weniger – ist - mehr“ Stil aus, und fokussierte sich auf die Kreation von schlichter, einfacher aber doch eleganter Kleidung und dachte bei ihrer Arbeit an junge, sportliche Frauen.
Entscheidend und wichtig für ihren Erfolg waren außerdem ihre brilliantesten Kreationen, die da wären: das auch heute noch aktuelle, klassische „Kleine Schwarze“, das elegante Chanel-Kostüm, sowie die eher maskulinen Damen Krawatten. Damit prägte sie auch das Bild der modernen, selbstbewussten Frau. Ebenso das berühmte Chanel Parfüm No.5 , welches das erste Parfüm aus synthetischen Komponenten darstellte, es war sehr erfolgreich. „La grande Mademoiselle“, wie sich die Modeschöpferin auch gerne nennen ließ, setzte gekonnt auf Zurückhaltung in ihrer Mode, und positioniert sich gegen „überladene Looks“, wie sie beispielsweise von dem Konkurrenten, Christian Dior stammen. Stattdessen, um einerseits ihren natürlichen Stil zu wahren, aber andererseits Akzente zu setzen, versah sie ihre Kreationen mit edlen Accessoires.
Aufgrund ihrer phänomenalen Karriere wurde sie von zahlreichen Magazinen geehrt, ihre Kreationen als „Inbegriff der Eleganz“ betitelt.
Man vertrat sogar die Meinung, dass sie einen großen Anteil an der Entwicklung von Paris als Modezentrum beitrug.
Ihr Tod 1971 sorgte für große Trauer, dennoch blieb sie weiterhin eine Legende und das ist sie bis in die heutige Zeit.
Jannika May