Zimt

Übermäßiger Konsum von zimthaltigen Nahrungsmitteln gesundheitsschädlich

ein Artikel von Florian Holländer

 

Die Verwendung von Zimt ist gerade zur weihnachtlichen Vorsaison und zur Zubereitung verschiedener Gerichte nahezu unerlässlich. Viele Geschäfte preisen in ihren Schaufenstern zimthaltige Produkte und wohlschmeckende Gaumengenüsse an, die Kunden zum Kauf verführen sollen.

Die meisten Deutschen wissen deshalb lediglich um den guten Geschmack dieser Erzeugnisse. Der Hinweis, dass Zimt jedoch bei übermäßigem Konsum zur Bildung eines Gehirntumors oder zu Schäden in der Leber führen kann, fehlt auf der Verpackung jedes Zimtsternes.

Dieser Artikel soll deshalb auf die Gefahren der übermäßigen Verwendung von Zimt aufmerksam machen und hinsichtlich des falschen Konsums und der falschen Verwendung dieses Stoffes im Haushalt aufklären und zugleich Informationen über das begehrte Produkt liefern.

Zunächst aber Wissenswertes zur Herkunft und Etymologie des Zimts:

Zimt (lateinisch Cinnamomum) zählt zu den artenreichen Gewächsen des Lorbeers (Holzgewächse mit einfachen, lederigen Blättern). In erster Linie stammt Zimt aus den Wäldern des heutigen Sri Lanka beziehungsweise Südindiens. Der begehrte Stoff wird in speziellen Gärten als schnellwüchsiger Baum angebaut. In Intervallen von etwa zwei Jahren werden die bis zu 2 Meter langen Schösslinge des Baumes entfernt. Deren Rinde wird in speziellen Verfahren abgeschabt, die äußerste Korkschicht wird hierbei entfernt und anschließend getrocknet. Die Anbauart kann insgesamt je nach Zimtsorte variieren. Man unterscheidet zwischen drei verschiedenen Zimtsorten, die sich in ihrer Konsistenz und hinsichtlich des Anbaus unterscheiden:

  • Ceylon-Zimt
  • China-Zimt (älteste Zimtsorte, da aus China stammend)
  • Padang-Zimt

Doch warum ist der übermäßige Verzehr einiger Zimtsorten schädlich für den Menschen ? Das Geheimnis liegt in der Zusammensetzung: Jede Zimtsorte enthält in verschiedenen Mengen den natürlichen Aromastoff Cumarin, der auch in zahlreichen anderen Pflanzensorten wichtiger Bestandteil ist. Bei dessen übermäßigem Konsum können Teile der Leber erheblich geschädigt werden. Umfangreiche Forschungen haben in Tierversuchen sogar die Bildung von Hirntumoren bewiesen. Der höchste Cumaringehalt findet sich im Padang-Zimt wieder, weshalb diese Zimtsorte besser gemieden oder nur in stark begrenzten Maßen genossen werden sollte.

Auch Lebensmittelfirmen sind gesetzlich verpflichtet, den Gehalt dieser Zimtsorte in ihren Produkten akribisch auf maximal 2mg/kg zu verringern. Der gesundheitsbewusste Bürger konsultiert also aus diesem Grund bei bemerktem zu hohem Zimtgehalt in verschiedenen Produkten das Bundesgesundheitsministerium.

Was beim Zimtkauf besonderer Aufmerksamkeit gebührt:

  • Vermeiden Sie unbedingt den Kauf von Padang-Zimt !

  • Achten Sie besonders auf verschiedene kosmetische Artikel, die auch Zimt enthalten können !

  • Es empfiehlt sich der Kauf von biologisch unbedenklichem Zimt aus Reformhäusern !

 

Letztendlich kann man Zimt als ein nicht allzu ungefährliches Molekül einstufen. Zimt wird in verschiedenen Variationen sogar als Diätmittel angeboten. Bei übermäßigem Konsum können schwere sukzessiv hervortretende Gesundheitsschäden resultieren. Die gute Nachricht steht laut BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) den Konsumenten des Stoffes in der Vergangenheit zu, da sich die Leber bereits zwei Wochen nach übermäßigem Zimtkonsum wieder regeneriert.

Moral: Zukünftig Zimt nur noch mit Vorsicht genießen.