Essstörungen

Über die Jahre haben sich viele verschiedene Essstörungen entwickelt, sowohl national als auch international. Dabei sind alle Rubriken vertreten:

von der "Magersucht“ (anorexia nervosa) über die "Ess-Brechsucht“( bulimia nervosa) bis hin zur „Fettleibigkeit“ (adipositas). Allein in Deutschland leiden bis zu einer Million Menschen an diesen lebensgefährlichen Essstörungen und die Zahl steigt

bedenklicher Weise stetig an.

Einer der Hauptessstörungen hierbei ist die Magersucht, eine schwere psychomatische Krankheit, die nicht nur psychische sondern auch gesundheitliche Konsequenzen mit sich bringt. (Mangelerscheinungen, Nieren-,Leber-,Zahn- und Magenschleimhautschädigungen treten auf). Und das ist noch nicht alles: Die Magersucht ist die Essstörung mit der höchsten Todesrate überhaupt.

Besonders problematisch ist, dass die meisten Topmodels ( Naomi Campbell, Kate Moss und mittlerweile auch Giselle Bündchen) von der Magersucht betroffen sind und Models ohnehin Schönheitsideale für junge Teenager darstellen. Somit sind die Jugendlichen in großer Gefahr, da sie ihren Idolen nacheifern, was sie besser nicht täten, weil diese kein normales Gewicht auf die Waage bringen, sondern zu wenig..

Das größte Problem bei den Betroffenen ist die fehlende Krankheitseinsicht. Eine schnelle, langwierige Heilung ist teilweise unmöglich, da das Verhaltensmuster schwer zu durchbrechen und die Änderung der Einstellung zum Essen eine diffizile Angelegenheit ist. Fachpsychologen, die jahrelang Patienten dieser Art behandeln, konfrontieren diese eine längere Zeit mit ihrem eigenen Spiegelbild. Das Ziel des Ganzen ist die Einsicht des Fehlverhaltens und die Erkennung der Konsequenzen. Die Essgestörten sollen verstehen, dass ihr Magerwahn psychische Hintergründe hat und sie ihr Leben aufs Spiel setzen, wenn sie diesen nicht beenden. In den Behandlungen lernen sie sich anzunehmen wie sie sind, das heißt, ihren Körper und sich selbst zu lieben. Der Heilungsprozess ist keinesfalls hundertprozentig erfolgreich, nur ein Drittel aller Therapien zeigen Wirkung.

Allerdings müssen schnell alternative Heilungsmethoden gefunden werden, da, wie erwähnt, die Magersucht die Essstörung mit der höchsten Sterberate ist und sich 20% aller Magersüchtigen regelrecht zu Tode hungern.

 

Jannika May