
Martin Luther King or We shall overcome
von Daniela Emrich
Martin Luther King jr. wurde am 15.1.1929 in Georgia, Atlanta (USA) geboren. Er hatte 2 Geschwister und seine Eltern hießen Martin Luther King sen. sowie Alberta King, geb. Williams. Sein Studium begann er 1944 und 11 Jahre später hatte er seine Doktorarbeit vollendet. Er selbst hatte mit seiner Frau Coretta Scott-King, geb. Scott, 4 Kinder. Am 4.4.1968 wurde er mit nur 39 Jahren in Memphis erschossen. Er setzte sich schon sehr früh für die Rechte der Dunkelhäutigen ein und war so zum Beispiel auch Vorsitzender der MIA (Montgomery Improvement Association), welche sich für bessere Beziehungen zwischen den Rassen einsetzte. Am 28.August 1963 war sein wohl berühmtester Marsch, der Marsch auf Washington, auf welchem er die Rede hielt, die in die Geschichte eingegangen ist: “I have a dream“. Sicherlich sind einem die Worte “Free at last“, die aus dieser Rede stammen, ebenso bekannt wie John F. Kennedys “Ich bin ein Berliner“. Martin Luther King jr. galt als überdurchschnittlich begabter friedliebender und sensibler Mensch. In seinen Reden finden sich viele biblische Aspekte, was unter anderem daher rührt, dass er Theologe und Pastor war. So war auch einer seiner Grundsätze aus dem Matthäusevangelium (Mt.5, 44). Schon früh las er über Mahatma Gandhis gewaltlosen Widerstand und vertrat diesen ebenfalls. Seine Frau Coretta, die er liebte, schätzte und respektierte, stand ihm stets bei und führte seine Arbeit noch nach seinem Tod fort. Martin Luther Kings Geburtstag ist zudem nationaler Feiertag der USA und 2008 war der 40.Jahrestag seines Todes. Letztendlich war Martin Luther King jr. ein Mann, der jederzeit ehrlich und gewaltlos für seine Sache kämpfte und man könnte sagen, er war einer, der als Märtyrer starb. Ich schließe nun mit einem Gedicht, welches Sie, da Sie das gerade lesen, zum Nachdenken anregen soll. Es ist von dem russischen Dichter Jewgenij Jewtuschenko:
„Er war ein Neger, aber weiß wie Schnee
und rein war seine Seele.
Er wurde getötet von Weißen,
mit schwarzen Seelen.
Als ich´s erfuhr
traf mich die gleiche Kugel.
Ihn tötete die Kugel,
doch mich gebar sie neu,
gebar mich als einen Neger.“
Daniela Emrich; MSS 12/2; Max-Planck-Gymnasium Ludwigshafen; 2008/09