Barack Obama

Barack Obama - YES WE CAN or THE BIG CHANGE

von Carina Herrmann

 

 

Barack Hussein Obama Jr., der am 4. August 1961 in Honolulu, Hawaii, als Sohn eines Kenianers und einer weißen Amerikanerin geboren wurde, strebt zur Zeit das Amt als Präsident in den USA an. Er kandidiert für die Demokratische Partei und wäre somit der erste schwarze Präsident, falls er gewinnen sollte.Obama ist seit 1992 ein aktives Mitglied in der Landespolitik von Illinois und von 1997 bis 2004 war er Mitglied des Illinois State Senate. Durch diese Mitgliedschaft gelang es ihm 2004 in den US-Senat gewählt zu werden. Als neues Mitglied war er sehr sozial engagiert, was man zum Beispiel an dem „State Earned Income Tax Credit“- Programm erkennen kann, „das dazu führte, dass in 3 Jahren ca. $100 Millionen weniger Steuern für Geringverdiener-Familien anfielen“(1). Dass er erst seit 2004 Mitglied im Senat ist, macht ihn allerdings mit Abstand zum unerfahrensten Kandidaten der Demokraten. Durch seine Beliebtheit im Volk konnte er sich ohne weiteres gegen seine Rivalin Hillary Clinton in den Vorwahlen durchsetzen. Obama dominiert während der Wahlkämpfe durch seine Stärken als Redner, außerdem ist er voller Elan. Von manchen wird er sogar mit J. F. Kennedy verglichen. Von manchen Kritikern wird ihm vorgeworfen, dass sich hinter seinen tollen Reden und großen Worten kein politisches Konzept befindet. So symbolisiert sein Wahlspruch „change“ - Wechsel zwar die Veränderung zu Bush, aber wohin der Wechsel führen soll sagt er nicht genau. Trotz allem hat er gute Ideen. Er will Krankenversicherungsprogramme, die denjenigen helfen, die keine Versicherung haben, sowie Krankenversicherungspflichten für Kinder. Außerdem will er die innere Sicherheit verbessern und den Einwanderungsproblemen, die derzeit in den Vereinigten Staaten herrschen, entgegenwirken. Das Volk glaubt an die Visionen von Obama und seine Vorstellungen von einem vereinten Amerika, das nicht in Gruppierungen wie schwarz oder weiß, liberal oder konservativ geteilt ist.

Sein Gegner John McCain, der US-Präsidentschaftskandidat der Republikaner, wird mit seinen 72 Jahren von manchen schon für zu alt gehalten. In seinem Wahlkampf geht McCain verstärkt auf den Klimawandel ein. Bekannt wurde er auch durch seine Meinung gegenüber Foltermethoden. Diese lehnt er strikt ab, vor allem bei Verhören von Terrorverdächtigen, da er damals als Kriegsgefangener selbst gequält wurde. Jedoch ist McCain ein Unterstützer des Iran-Krieges und heißt nicht gut, dass Obama mit den Kriegsgegnern bereit zum Dialog ist.Der Wahlkampf zwischen den beiden ist alles andere als fair. Während McCain Obama vorwirft, seine Hautfarbe als Mittel zu nutzen, um bei den Wählern bessere Chancen zu haben, sowie elitär und selbstsüchtig zu sein und sich in einer Lebenswelt befindet, die mit der des durchschnittlichen Amerikaners nichts zu tun hat (vgl. 2), wirft Obama McCain vor, die Politik von George W. Bush einfach weiter führen zu wollen. Obama bezieht sich dabei auf die Entscheidung, ob Ölbohrungen stattfinden sollen oder nicht. Immer beliebter wird bei den Kandidaten das Internet als Streitort.Der Wahlkampf zwischen den beiden wird immer mehr zu einer Show, in der Debatten über wichtige Themen bedeutungslos geworden sind. Viel wichtiger ist es den jeweils anderen mit allen Mitteln bloßzustellen.

Die neusten Wählerumfragen verheißen nichts Gutes für Obama, denn sein Umfragevorsprung ist so weit geschwunden, „dass er nun innerhalb der Bandbreite statistischer Ungewissheit liegt“ (3). Mittlerweile unterstützt Hillary Clinton, Obamas einstige Rivalin, ihn, um somit mit vereinten Kräften gegen John McCain zu gewinnen.

 

Quellen:

 

(1)http://www.magazinusa.com/us/info/show.aspx?unit=politics&doc=86&dsc=Biographie_Barack_Obama

(2)http://www.handelsblatt.com/politik/news/mccains-attacken-zeigen-wirkung;2018667

(3)http://www.nzz.ch/magazin/dossiers/schaerfere_toene_in_amerikas_wahlkampf_1.799438.html

 

de.obama-now.com