Der Werdegang des
Adolf Hitler
Die frühen Jahre (1889 – 1933)
von Kevin Hohmann
Adolf Hitler wurde am 20.April 1889 in Braunau am Inn geboren. Sein Vater war Alois Hitler (geb. Schickelgruber) , seine Mutter Klara Hitler(geb. Plötzl ). Er hatte zwei Geschwister, doch sein Bruder Edmund starb im Jahre 1900. Adolf Hitler hatte eine schwere Kindheit, was aus „Mein Kampf“ natürlich nicht hervorgeht (Idealisierung). Sein Vater war ein Herrschertyp, der sich seine Position als Zollamtsoberoffizial hart erarbeitet hatte. In seinem Kreise duldete er keinen Widerspruch. Die Kinder wurden brutal erzogen (Prügelstrafe etc.). Die Mutter Hitlers hingegen war eine ihrem Ehemann demütig ergebene Frau. Adolf Hitler und sie verband eine starke Bindung.
„Seine Handlungen als Staatsmann liegen zum Teil seelischen Verheerungen der Frühzeit zugrunde.“( Rowohlt Monographie, S. 19/ Z. 36)
Zum einen kann man diese „seelischen Verheerungen“ in der gewaltdurchzogenen Kindheit Hitlers sehn, zum andern in der zu Hitlers Lebzeiten nicht geklärten Abstammung seiner Familie (Vierteljude).
Die Schulzeit Hitlers verlief anfangs sehr hektisch, da die Familie oft umzog.
Im August 1892 zieht die Familie nach Passau, 1895 dann weiter nach Hafeld bei Lambach. Dort besucht Adolf Hitler von 1895-1896 die 1.Volksschulklasse; von1896-1898 besucht er die 2. und 3. Volksschulklasse der Klosterschule in Lambach. 1897 zieht die Familie dorthin.
Ein Jahre später (1898) siedeln sie wieder um. Diesmal nach Leonding. Hier beendet Hitler 1900 die 5.Volksschulklasse und besucht fortan die Realschule in Linz.
Ein großer Streitpunkt zwischen Adolf und seinem Vater, der im Januar 1903 stirbt, war die Berufswahl. Alois Hitler erwartete von seinem Sohn den gleichen Berufsweg einzuschlagen wie er (Zollamtsoberoffizial). Adolf Hitler jedoch wollte Maler werden. Dies zeigte sich in einem Leistungsabfall auf der Realschule in Linz. Er lernte nur noch das, was ihn interessierte; den Rest vernachlässigte er. Nach dem Tod seines Vaters widersprach ihm in seinem Umfeld niemand mehr in seinem Bestreben Maler zu werden. Somit endete Hitlers Schulzeit 1905 mit der vierten Oberrealschulklasse ohne Abschluss. Die Familie um die Witwe Klara Hitler zieht ein letztes Mal um. Nach Linz. Zwei Jahre kann Hitler sich seinen Tagträumen hingeben, bis ihm das Geld ausgeht. Im Herbst 1907 besuchte er dann eine Aufnahmeprüfung an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Im zweiten Teil der Prüfung, dem Vorzeigen der mitgebrachten Talentnachweise, fiel Hitler durch. Ein Jahr danach unternahm der gescheiterte Künstler einen zweiten Anlauf die Prüfung zu bestehen, wurde aber erneut abgewiesen. Leben konnte Hitler, der weder Job noch Ausbildung hatte, von einer kleinen Waisenrente, denn seine Mutter war im Dezember des Jahres 1907 gestorben. Trotzdem führte es den arbeitslosen Neunzehnjährigen bis ins Obdachlosenasyl. Ein wenig später setzte er seine Begabung, zu zeichnen, gewinnbringend ein. Er zeichnete etwa postkartengroße Bilder von Staatsgebäuden, Theatern, Kirchen und Palais und verkaufte diese schließlich.
Im Jahre 1913 floh Hitler dann aus Wien nach München, um sich dem österreichischen Wehrdienst zu entziehen. Doch schon im Februar 1914 wurde er gefunden und musste zur Musterung nach Salzburg. Er wurde als „waffenunfähig“ ausgemustert. Seches Monate später meldet er sich allerdings als Kriegsfreiwilliger im bayrischen Infanterie-Regiment Nr.16 . Nach neun Wochen Ausbildung wird sein Regiment nach Flandern beordert. Dort erleidet es schwere Verluste. Im Februar 1915 ist Hitler der letzte seines Regiments und dient nun als Gefechtsmeldegänger. Während seiner Zeit an der Front hatte er kaum soziale Kontakte zu anderen Soldaten, was seine Rolle als Einzelgänger unterstreicht.
In seiner Position als Gefechtsmeldegänger bleibt er bis auf kleine Blessuren unverletzt. Dafür wird ihm im August 1918 das Eiserne Kreuz I. Klasse verliehen. Zwei Monate später erblindet Hitler durch Giftgas und wird ins Lazarett Pasewalk in Pommern gebracht. Dort verbringt er die letzten Monate des Ersten Weltkriegs. Nach Ende des Krieges schickte man Adolf Hitler an eine Universität, wo er zu einem sogenannten „V-Mann“(nationalgesinnte Vertrauensperson) ausgebildet werden sollte. Nach seiner Ausbildung sollte er in einer Propaganda- und Nachrichtenabteilung arbeiten. Doch man entdeckte in kleinen Pausendiskussionen seine Kunst zu reden. Am 14.September 1919 wird er dann zu einer Versammlung der DAP geschickt, wo er sich an einer Debatte beteiligte, die ihm den Eintritt in die Partei sicherte. Im Oktober desselben Jahres tritt er der DAP bei und arbeitet sich bis ins Jahr 1920 zum zweiten Vorsitzenden hoch. Die Partei benannte sich um und hängte nun noch ein „NS“ vor das Akronym DAP, da man sich bemühte Sozialismus und nationale Gedanken zu vereinen. Im Juli 1924 jedoch trat Hitler demonstrativ aus der NSDAP aus, da er mit seiner Position nicht mehr zufrieden war. Als Bedingung seines Wiedereintritts forderte er den Posten des 1.Vorsitzenden mit diktatorischer Machtbefugnis. Da die Partei nicht auf ihren besten Redner verzichten konnte gab man der Erpressung nach. Am 3. August folgte die Gründung der SA, die als „Sturmbock“ der Bewegung die Aufklärungsarbeit schützen sollte.
Im Jahre 1923 dann wagt Adolf Hitler im November einen Putsch gegen die Reichsregierung. Dieser misslingt jedoch (19 Tote). Hitler wird in Gewahrsam genommen und die NSDAP verboten. Der Prozess gegen Hitler wegen Hochverrats im darauffolgenden Jahr erstreckt sich über zwei Monate und endet mit einer fünfjährigen Freiheitsstrafe für den Parteiführer. Während seiner Zeit im Gefängnis verfasst er den ersten Teil von „Mein Kampf“. Er wird jedoch wegen guter Führung schon im Dezember 1924 wieder entlassen(auf Bewährung). Hitler zögert nicht lange und gründet die NSDAP neu. Von diesem Punkt an geschah alles, was die Partei tat auf legalem Wege. Sie gewann immer mehr Wähler für sich(wenn es der Bevölkerung schlecht ging, fand die NSDAP großen Zulauf) bis sie schlussendlich die stärkste Partei im Reichstag war. Bei der Wahl des Reichspräsidenten 1932 unterlag Hitler Hindenburg mit 13,4 gegen 19,4 Millionen Stimmen.
Hindenburg jedoch weigerte sich Hitler zum Reichskanzler zu berufen, bis im Januar 1933 General Kurt von Schleicher das Amt niederlegte und Hindenburg kein anderer Kandidat außer Hitler bleibt. Somit verdankt Hitler seine Berufung einer ausweglosen Verfassungslage. Von diesem Punkt an geht Hitler den gleichen Weg wie Deutschland.
Hitlers Antisemitismus, sein alldeutsch-neogermanisches Großraumdenken und sein Antimarxismus traten verstärkt nach dem Ersten Weltkrieg auf, was aus Briefen hervorgeht. Doch auch schon vorher ist der national Gedanke bei ihm zu finden. Er rühmte den Wiener Bürgermeister Karl Lueger(Bürgermeister von 1897-1910) und den niederösterreichischen Gutsherren Georg Ritter von Schönerer. Beide waren überzeugte Antisemiten (Lueger: „Es ist alles eins, ob man sie hängt oder köpft.“, Rowohlt Monographie, S.33/Z.1). Auch sein Geschichtslehrer in Linz musste Hitler damals beeindruckt haben. In „Mein Kampf“ ,20 Jahre nach Ende seiner Schulzeit, schrieb er über ihn: „ Mir hat dieser Lehrer Geschichte zum Lieblingsfach gemacht…Wer konnte auch unter einem solchen Lehrer deutsche Geschichte studieren, ohne zum Feinde des Staates zu werden, der durch sein Herrscherhaus in so unheilvoller Weise die Schicksale der Nation beeinflußte?“
Quellen:- Rowohlts Monographien, Harald Steffahn - Hitler