
Täglich sterben 26 000 Kleinkinder
von Esra Kanmaz&Gamze Özenc
Jeden Tag sterben auf der Welt mehr als 26000 Kinder unter sechs Jahren. Eine wahrlich bedrohliche und dramatische Zahl, die leider von vielen einfach so hingenommen wird.
Hauptursachen der Todesfälle sind Komplikationen bei der Geburt und Krankheiten wie Lungenentzündung, Durchfall, Malaria,Masern und Aids, das teilte im Mai 2008 das UNICEF(1)-Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen in der Presse mit.
Maßnahmen, um die Sterblichkeitsrate zu verringern, wären möglichst langes Stillen, Impfungen, Anti-Moskito-Netze und eine bessere Versorgung der Babys mit Vitamin A. Es habe schon ein Drittel der 50 ärmsten Länder geschafft, die Sterblichkeitsrate bei Kindern seit 1990 um 40 Prozent zu senken, so der UICEF-Bericht.
Am schlimmsten betroffen sei Afrika in einer Region südlich der Sahara.Jedes sechste Kind habe seinen fünften Geburtstag nicht erleben können.
Das Hilfswerk teilte mit, dass sich mit zwei bis drei US-Dollar pro Einwohner der privilegierten Staaten (BRD, USA, Frankreich, Holland, Belgien usw.) die Kindersterblichkeit zusätzlich um 30% und die Müttersterblichkeit um 15% senken ließe.
Die Länder mit der leider höchsten Kindersterblichkeit sind der westafrikanische Staat Sierra Leone (270 Todesfälle pro tausend Geburten), der südfafrikanische Staat Angola (260 pro tausend) und Afghanistan ( 275 pro tausend).
Von den Entwicklungsländern haben Kuba mit 7 Todesfällen pro tausend und Sri Lanka mit 13 pro tausend Geburten erfreulicher Weise am besten abgeschnitten. Es gibt also auch noch gute Nachrichten.
In Mozambik gelang es zum Beispiel durch eine starke Verzahnung von verschiedenen Gesundheistdiensten die Sterblichkeitsrate bei Kindern unter fünf Jahren um 62 Prozent zu reduzieren, ein schöner, Mut machendender Erfolg.
UNICEF setzt sich dafür ein, Gesundheitsmaßnahmen zu einem Minimalpaket zu schnüren und ist ein zentraler Maßstab für eine gute Regierungsführung und Voraussetzung für die soziale Entwicklung eines Landes.
(1) UNICEF=United Nations International Children's Fund (internationales Kinderhilsfswerk der Vereinten Nationen), Sitz in New York, Gründung 1946, Funbktion: Unterorganisation der UNO zur weltweiten Versorgung von Kindern und Müttern mit Nahrungsmitteln, Kleidern, Medikamenten und medizinischer Hilfe